Poli­zei-Affä­ren in Hes­sen

Lug und Trug in Uni­form

Die Poli­zei – ein Hort von Recht und Ord­nung? Wo Vor­schrif­ten und Erlas­se, Ver­ord­nun­gen und Geset­ze peni­bel beach­tet und befolgt wer­den? Von wegen! In dem gigan­ti­schen Behör­den­ap­pa­rat gibt’s Des­or­ga­ni­sa­ti­on und Miss­ma­nage­ment, Kol­le­genz­off und Per­so­nal­que­re­len, auch Lug und Trug – wie andern­orts auch, kei­ne Fra­ge, eben über­all. In diver­sen Berich­ten zeig­te ich auf, wie’s im Inners­ten der hes­si­schen Poli­zei wirk­lich zugeht, zumin­dest zuwei­len.

Sen­sa­ti­ons­ur­teil nach Saue­rei

Im Fall Jochen Z. hat­te das Ver­hal­ten einer Frank­fur­ter Behör­den­lei­tung gera­de­zu mons­trö­se Aus­ma­ße ange­nom­men. Bespit­ze­lung, Denun­zia­ti­on, fal­sche Anschul­di­gun­gen  – jede Schwei­ne­rei war erlaubt, wur­de „von oben“ sogar noch geschürt. In dem Bericht „Saue­rei im Poli­zei­prä­si­di­um“ deck­te ich den Skan­dal auf. Danach konn­te sich der haupt­be­trof­fe­ne Kri­mi­nal­be­am­te Jochen Zahn aus gera­de­zu kaf­ka­es­ker Zwangs­la­ge befrei­en:  Er errang nicht nur vor Gericht ein viel­fach als „Sen­sa­ti­on“ bezeich­ne­tes Urteil, das ihm 8000 Euro Schmer­zens­geld zusprach. Ihm wur­de auch – wohl wich­ti­ger – voll­stän­di­ge Reha­bi­li­ta­ti­on zuteil. Fünf Berich­te – zur Über­sicht

Der Sturz des Poli­zei­chefs

Ein rang­ho­her Poli­zei­chef wird nach einem Zei­tungs­be­richt gefeu­ert: So etwas erlebt man als Jour­na­list nicht alle Tage. In einem aus­führ­li­chen Bericht hat­te ich die ver­fah­re­ne Situa­ti­on der hes­si­schen Poli­zei ana­ly­siert, die von diver­sen Skan­da­len und Affä­ren geplagt wur­de. Dar­in nann­te ich die Ver­ant­wort­li­chen beim Namen, an ers­ter Stel­le natür­lich Lan­des­po­li­zei­prä­si­dent Nor­bert Nede­la.  Nur weni­ge Stun­den nach der Ver­öf­fent­li­chung reagier­te der Innen­mi­nis­ter: Er setz­te den Mann ab. Vier Berich­te – zur Über­sicht

Absturz einer Prä­si­den­tin

Sabi­ne Thurau, einst hoch­ge­lob­te Poli­zei­füh­re­rin in Frank­furt, wur­de nach ihrem Auf­stieg zur Prä­si­den­tin des hes­si­schen Lan­des­kri­mi­nal­am­tes schmäh­lich vom hes­si­schen Innen­mi­nis­ter gefeu­ert. Sie klag­te sich in das Amt zurück – aber kann man sie dort, nach öffent­lich zele­brier­ter Demon­ta­ge durch den vor­ge­setz­ten Minis­ter, eigent­lich noch ernst neh­men? –– in Arbeit—

Das Skan­dalamt

Das Poli­zei-Prä­si­di­um für Tech­nik, Logis­tik und Ver­wal­tung hat­te sich offen­bar über Jah­re hin­weg jeg­li­cher Kon­trol­le ent­zo­gen: Frei­hän­dig wur­de Geld aus­ge­ge­ben, gar grob rechts­wid­ri­ges Han­deln war aus­ge­macht wor­den. Drin­gend Zeit, etwas genau­er hin­zu­schau­en! wei­ter­le­sen

Jagd­sze­nen in Mit­tel­hes­sen

Eine Poli­zei­be­am­tin des höhe­ren Diens­tes wirft ihrem Vor­ge­setz­ten „Distanz­ver­let­zung“ vor, dar­auf­hin müs­sen bei­de (sic!) ihre Stüh­le räu­men. Zu den Hin­ter­grün­den die­ser merk­wür­di­gen Ent­schei­dung woll­te die Poli­zei­füh­rung nichts sagen. So blieb nicht zuletzt unklar, war­um auch die Frau, die doch angeb­lich Opfer war, ihren Arbeits­platz ver­las­sen muss­te. Mein Bericht been­de­te die behörd­li­che Geheim­nis­tue­rei. wei­ter­le­sen

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